09. September 2010

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Aufbereitung von Wohnmobilen Teil 2
Samstag, den 24. Mai 2008 um 16:05 Uhr

1. Grundreinigung:
2. Kratzer in Fenster beseitigen
3. Innenraum der Fahrgastzelle aufarbeiten
4. Ausbessern von Polstern


1. Grundreinigung:
Bei der Fahrzeug- Grobreinigung ist zunächst zu unterscheiden, ob es sich um ein Fahrzeug mit Wänden aus Aluminiumblech handelt oder aus GFK- Wänden. Bei Aluminiumblech handelt es sich meistens um zwei Blechbahnen, die miteinander durch Sicken verbunden sind (Oberblech und Unterblech). Beim Reinigen mit einem Hochdruckreiniger, besteht die Gefahr, dass sich durch den Wasserdruck, durch die Blechverbindung, Wasser nach innen arbeitet. Hochdruckreiniger sollten, sofern überhaupt, nur in einem Abstand verwendet werden, der einen zu starken Wasseraufprall verhindert, d.h. je nach Hochdruckreiniger, Abstände von mindestens einem Meter. Dies bedeutet, dass letztendlich die gleiche Wirkung wie mit einem normalen Wasserschlauch erzielt wird. Ausgenommen hiervon sind natürlich die Bereiche der Fahrerkabine mit Windschutzscheibe. Bei Aluminiumblech handelt es sich sehr häufig um ein Strukturblech, bei dem sich Schmutz festsetzt, der Spezialreiniger erfordert. Diese Reiniger werden mit einer weichen Bürste in das Strukturblech einmassiert und dann mit fliesendem Wasser abgewaschen.
Der Spezialreiniger ist auch besonders für die Frontpartie zur Beseitigung der Mücken empfehlenswert.
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Die Fensterscheiben, d.h. die Plexiglas Kunststoff- Fensterscheiben des Aufbaus sollten niemals mit Lösungsmittel (Benzin, Benzol) gereinigt werden. Solche Reiniger würden nicht nur die Oberfläche matt machen und zerstören, sondern auch die Fenster brüchig werden lassen. Warmes Seifenwasser ist hier zu bevorzugen.

Bei Wohnmobilen mit Außenhaut GFK, sind die Wände meist einteilig. Hier ist das Eindringen von Wasser durch Hochdruckreiniger nicht mehr das Problem. Trotzdem sollte auch hier mit einer gewissen Vorsicht gearbeitet werden, da die Zeichnungen und die Grafiken, mit Folien aufgeklebt sind. Bei zu starker Beanspruchung kann ein Zerstören der Folie erfolgen.

Bei aufgeklebten Folien kann man davon ausgehen, dass diese viele Jahre Bestand haben und lichtfest sind. Sollte jedoch durch Unfall oder sonstige Beanspruchung die Folie beschädigt sein, so kann diese durch Anwärmen mit einem Fön, relativ leicht abgezogen werden.
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Beim Aufkleben einer neuen Folie, verwenden Fachleute ein Mittel wie Geschirrspülmittel leicht verdünnt, um die Folie noch auf der Wand etwas verschieben zu können. Außerdem wird dadurch das Ausstreichen von möglichen Luftblasen mit einem Kunststoffspachtel erleichtert. Sollte trotzdem eine kleine Blase erhalten bleiben, so sollte diese mit einer Nadel aufgestochen und eingeebnet werden.
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Die Originalfahrzeugkabine kann gereinigt werden wie ein PKW. Hier werden die üblichen Mittel für Lackreinigung oder Poliermittel verwendet (könnten auch für GFK und Glattblech- Wohnmobilaufbau angewandt werden), die dann mit einem weichen Tuch nachpoliert werden. Mit entsprechenden Wachsversiegelungen ist der Lack, dann auch für längere Zeit, wieder geschützt.

Kunststoffspoiler an der Originalfahrzeugkabine oder auch am Aufbau sind nur mit einem Universalreiniger oder Kunststoffreiniger zu säubern. Auch hier ist unbedingt zu beachten, dass keine Lösungsmittel verwendet werden. Bei lackierten Kunststoffspoilern ist ebenfalls bei Reinigen mit Hochdruckdampfstrahlern Vorsicht geboten, um nicht den Lack abblättern zu lassen.
Sollte eine Nachlackierung vorgenommen werden, muss unbedingt zunächst ein "Weichmacher" als Grundierung vorgelegt werden.

Die Fahrzeuge sollten auch besonders vor dem Winter, eine Überprüfung des Unterbodenschutzes erfahren. Insbesondere sind hier auch Rohrleitungen für Gas und Wasser zu kontrollieren. Es bietet sich auch an (sehr häufig haben die Fahrzeuge gar keinen Unterbodenschutz) auszubessern oder überhaupt neu aufzutragen. Dies ist insbesondere auch als Versiegelung gegenüber dem Aufbau und der verschiedenen Durchbrüche für Rohrleitungen im Fahrzeugboden zu sehen.


2. Kratzer in Fenstern beseitigen:

Diese Kratzer entstehen häufig, bei Berühren von Zweigen der Bäume, die an dem Fahrzeug vorbei streichen. Solche Kratzer können mit einer Acrylglaspolitur herausgearbeitet werden. Diese Politur wirkt wie ein Kunststoff- Film und wird zunächst auf die Scheibe aufgetragen. Nach einer gewissen Einwirkungszeit wird mit einem weichen Tuch klar poliert.
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3. Innenraum der Fahrgastzelle aufarbeiten:

Auch hier können die Reinigungsmittel verwendet werden, die üblicherweise im KFZ- Zubehörhandel erhältlich sind, wie Kunststoff-Reiniger und Cockpitspray.
Bei Beschädigung des Armaturenbrettes empfiehlt es sich, diese Aufgabe einer Fachfirma zu übertragen. Hier werden nach einer gewissen Vorreinigung und Aufrauung mit einer Spezialmasse, Löcher und Risse ausgebessert.{mosimage}

Danach wird mit Airbrushpistole die Reparaturfarbe in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und dann mit Finishing wieder nahezu ein Original erreicht.
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Diese Reparaturmethode lässt sich natürlich auch für andere Plastikteile innerhalb des Aufbaus realisieren, oder was meistens preislich günstiger ist, bei Liefermöglichkeiten von Ersatzteilen, diese zu tauschen.

Eine andere Möglichkeit ist, für das Armaturenbrett ein Wurzelholz- Plastikfurnier zu bestellen. Dieses wird aufgeklebt und vermittelt einen eleganten Eindruck in der Fahrerkabine. Diese Wurzelholz- Plastikfurniere werden auch von der PKW Industrie verwendet.

4. Ausbessern von Polstern:

Auch hier ist meistens die preisgünstigste Lösung und auch die schnellste, Polster komplett im Aufbau auszutauschen. Oder zumindest neue Stoffe zu bestellen und in eine Näherei zu geben, welche die Polster neu überzieht. Mit einer Spezialnadel mit Widerhaken sind Polsterknöpfe zu entfernen, die später wieder Verwendung finden können.
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Bei Nichtvorhandensein von bestimmten Stoffen oder bei Sitzen in der Fahrerkabine, bleibt nur das Ausbessern. Auch hier lassen sich zwischenzeitlich durch einen Fachmann, fast Wunder bewirken. Die Reparaturmethode wird kurz in den folgenden Bildern dargestellt.
Beseitigen von Löchern durch Heraustrennen des defekten Teils, unterlegen mit ähnlichem Grundmaterial, Aufbügeln, Nachvollziehen der Farbe mit Farbstiften und nachträgliches fixieren der Farbe, sodass wie die Reparaturstelle kaum zu sehen ist.
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